person is sitting in front of a laptop and a warning pops up on the video screen

04. Februar 2026 • Lesezeit: 10 Min.

Warnhinweise in Videoanleitungen?

„Nutzer lesen sowieso keine Warnhinweise.“ Ein oft gehörter Satz. Doch die neue ISO 26516 macht klar: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videos Pflicht. Dieser Artikel zeigt, wie du Warnhinweise normgerecht und nutzerfreundlich ins Video integrierst – mit konkreten Abstufungen von der Texteinblendung bis zum interaktiven Modal.

shallow focus photo of man

Florian Kadelbach

yntro

Einleitung

„Nutzer wollen doch sowieso keine Warnhinweise lesen. Daher lassen wir Warnungen in Videoanleitungen komplett weg." Diesen Satz hören wir oft. Aber ist das wirklich ein Grund, auf Warnhinweise zu verzichten?

Unsere Erfahrung aus Usability-Tests an der Hochschule Furtwangen zeigt ein anderes Bild: Nutzer sind dankbar für wichtige Informationen zur richtigen Zeit. Warnhinweise sind keine lästigen Pflichtübungen – sie sind kritische Informationen, die eine sichere Handhabung ermöglichen.

Und gut formulierte Warnhinweise fördern das Vertrauen in das Produkt: „Der Hersteller verschweigt nichts, ich kann mich sicher fühlen."

Das Problem ist nicht der Warnhinweis selbst. Das Problem ist, wie und wann er präsentiert wird.

Neue Norm für Instruktionsvideos

Was viele noch nicht wissen: Die ISO/IEC/IEEE 26516 “Development and production of instructional videos” steht kurz vor der Veröffentlichung, voraussichtlich Anfang 2026. Und sie macht deutlich: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videoanleitungen gefordert. Die Norm verwendet hier ein verbindliches „shall".

Konkret heißt es in der ISO 26516:

„Text elements shall be included in videos for instructions, technical data, explanations, designations of products, safety-related information, and references to further information."

Die Norm verweist außerdem explizit auf die IEC/IEEE 82079-1. Das bedeutet: Alle Anforderungen an Sicherheitsinformationen aus der klassischen Dokumentation gelten auch fürs Video.

Wer Warnhinweise weglässt, riskiert nicht nur eine lückenhafte Anleitung, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall. Denn eine Videoanleitung ist kein optionales Add-on außerhalb der gesetzlichen Instruktionspflichten. Wer eine Videoanleitung präsentiert, gibt eine Anleitung in einer Form, die genauso vollständig sein muss wie eine Anleitung in jeder anderen Form. Schließlich muss sich ein Anwender auch auf die Videoanleitung verlassen können.

Was viele noch nicht wissen: Die ISO/IEC/IEEE 26516 “Development and production of instructional videos” steht kurz vor der Veröffentlichung, voraussichtlich Anfang 2026. Und sie macht deutlich: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videoanleitungen gefordert. Die Norm verwendet hier ein verbindliches „shall".

Konkret heißt es in der ISO 26516:

„Text elements shall be included in videos for instructions, technical data, explanations, designations of products, safety-related information, and references to further information."

Die Norm verweist außerdem explizit auf die IEC/IEEE 82079-1. Das bedeutet: Alle Anforderungen an Sicherheitsinformationen aus der klassischen Dokumentation gelten auch fürs Video.

Wer Warnhinweise weglässt, riskiert nicht nur eine lückenhafte Anleitung, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall. Denn eine Videoanleitung ist kein optionales Add-on außerhalb der gesetzlichen Instruktionspflichten. Wer eine Videoanleitung präsentiert, gibt eine Anleitung in einer Form, die genauso vollständig sein muss wie eine Anleitung in jeder anderen Form. Schließlich muss sich ein Anwender auch auf die Videoanleitung verlassen können.

Was viele noch nicht wissen: Die ISO/IEC/IEEE 26516 “Development and production of instructional videos” steht kurz vor der Veröffentlichung, voraussichtlich Anfang 2026. Und sie macht deutlich: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videoanleitungen gefordert. Die Norm verwendet hier ein verbindliches „shall".

Konkret heißt es in der ISO 26516:

„Text elements shall be included in videos for instructions, technical data, explanations, designations of products, safety-related information, and references to further information."

Die Norm verweist außerdem explizit auf die IEC/IEEE 82079-1. Das bedeutet: Alle Anforderungen an Sicherheitsinformationen aus der klassischen Dokumentation gelten auch fürs Video.

Wer Warnhinweise weglässt, riskiert nicht nur eine lückenhafte Anleitung, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall. Denn eine Videoanleitung ist kein optionales Add-on außerhalb der gesetzlichen Instruktionspflichten. Wer eine Videoanleitung präsentiert, gibt eine Anleitung in einer Form, die genauso vollständig sein muss wie eine Anleitung in jeder anderen Form. Schließlich muss sich ein Anwender auch auf die Videoanleitung verlassen können.

Was viele noch nicht wissen: Die ISO/IEC/IEEE 26516 “Development and production of instructional videos” steht kurz vor der Veröffentlichung, voraussichtlich Anfang 2026. Und sie macht deutlich: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videoanleitungen gefordert. Die Norm verwendet hier ein verbindliches „shall".

Konkret heißt es in der ISO 26516:

„Text elements shall be included in videos for instructions, technical data, explanations, designations of products, safety-related information, and references to further information."

Die Norm verweist außerdem explizit auf die IEC/IEEE 82079-1. Das bedeutet: Alle Anforderungen an Sicherheitsinformationen aus der klassischen Dokumentation gelten auch fürs Video.

Wer Warnhinweise weglässt, riskiert nicht nur eine lückenhafte Anleitung, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall. Denn eine Videoanleitung ist kein optionales Add-on außerhalb der gesetzlichen Instruktionspflichten. Wer eine Videoanleitung präsentiert, gibt eine Anleitung in einer Form, die genauso vollständig sein muss wie eine Anleitung in jeder anderen Form. Schließlich muss sich ein Anwender auch auf die Videoanleitung verlassen können.

Was viele noch nicht wissen: Die ISO/IEC/IEEE 26516 “Development and production of instructional videos” steht kurz vor der Veröffentlichung, voraussichtlich Anfang 2026. Und sie macht deutlich: Sicherheitsrelevante Informationen sind auch in Videoanleitungen gefordert. Die Norm verwendet hier ein verbindliches „shall".

Konkret heißt es in der ISO 26516:

„Text elements shall be included in videos for instructions, technical data, explanations, designations of products, safety-related information, and references to further information."

Die Norm verweist außerdem explizit auf die IEC/IEEE 82079-1. Das bedeutet: Alle Anforderungen an Sicherheitsinformationen aus der klassischen Dokumentation gelten auch fürs Video.

Wer Warnhinweise weglässt, riskiert nicht nur eine lückenhafte Anleitung, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall. Denn eine Videoanleitung ist kein optionales Add-on außerhalb der gesetzlichen Instruktionspflichten. Wer eine Videoanleitung präsentiert, gibt eine Anleitung in einer Form, die genauso vollständig sein muss wie eine Anleitung in jeder anderen Form. Schließlich muss sich ein Anwender auch auf die Videoanleitung verlassen können.

Sicherheitshinweise vs. Warnhinweise – die richtige Terminologie

Die IEC/IEEE 82079-1 und ANSI Z535 unterscheiden klar zwischen verschiedenen Arten von Sicherheitsinformationen. Diese Unterscheidung ist wichtig – auch für Videoanleitungen:

Wichtig für Videos: Ein Anleitungsvideo bildet in der Regel nur eine oder mehrere Handlungssequenz ab – keine vollständige Anleitung. Die Frage ist daher: Braucht das Video am Anfang Sicherheitshinweise (grouped) oder Warnhinweise vor dem ersten Schritt (section messages)?

Die Antwort hängt vom Kontext ab: Ist das Video Teil einer Anleitung oder standalone?

Video als Teil einer Anleitung

Wenn dein Video in eine Anleitung eingebettet ist (z. B. eine HTML-Anleitung), stehen die Sicherheitshinweise bereits im Sicherheitskapitel der Dokumentation. Das Video muss sie nicht wiederholen. Wir gehen davon aus, dass Nutzer das Sicherheitskapitel kennen.

Warnhinweise (section und embedded) gehören aber auch hier direkt ins Video:

  • Section messages: Vor dem ersten Schritt der Handlungssequenz, wenn übergreifende Gefahren bestehen.

  • Embedded messages: Unmittelbar vor jedem kritischen Schritt.

Standalone-Video (z. B. Produktseite, Social Media)

Ein Standalone-Video ist ein Video, das außerhalb einer Anleitung veröffentlicht wird – etwa auf der Produktseite, auf Social Media oder in einem Kundenportal. Der Nutzer landet direkt beim Video, ohne vorher ein Sicherheitskapitel gesehen zu haben.

Hier wird es anspruchsvoller: Das Video muss für sich allein funktionieren. Ein pauschales „Lesen Sie die Sicherheitshinweise in der Anleitung" reicht nicht aus. Dieser Verweis ist weder präzise noch nutzerfreundlich.

Was hilft:

  • Eindeutige Dokumentennummer im Video nennen (z. B. „Siehe Sicherheitshinweise in Dokument BA-2024-003, Kapitel 2")

  • Bei interaktiven Videos: Button mit direkter Verlinkung zur Anleitung

  • Bei kritischen Gefahren: Die relevanten Sicherheitshinweise und Section messages am Videoanfang zusammenfassen

Wie lassen sich Warnhinweise ins Video integrieren?

Es gibt verschiedene Abstufungen, je nach Gefährdungspotenzial und Informationsumfang.

Wichtig: Die folgenden Stufen sind Empfehlungen aus unserer Praxis und keine pauschale Lösung. Jeder Anwendungsfall ist anders. Unser Ziel ist es, dir erste Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten zu geben, was mit Video, Sprache und Interaktion möglich wäre. Die richtige Wahl hängt immer vom konkreten Produkt, der Zielgruppe und dem Gefährdungspotenzial ab.

Stufe 0: Nur Piktogramm

Sprachneutral, aber riskant, da Piktogramme nicht für alle Nutzer verständlich sind. Der eine Monteur versteht das Symbol, der andere nicht. Nur geeignet für unterstützende Hinweise ohne Signalwort.

Stufe 1: Video + Sprache

Der Sprecher warnt mündlich. Geeignet für HINWEIS-Meldungen mit kurzem Informationsgehalt, bei denen das Video weiterlaufen kann.

Stufe 2: Video + Text + Sprache

Die Warnung wird gleichzeitig gesprochen und verkürzt als Texteinblendung unterstützt. Geeignet für VORSICHT-Meldungen. Die Redundanz erhöht die Wahrnehmung.

Stufe 3: Interaktives Modal

Das Video pausiert, ein Modal mit der vollständigen Warnung erscheint. Der Nutzer muss aktiv bestätigen, bevor es weitergeht. Empfohlen für WARNUNG- und GEFAHR-Meldungen. Also dort, wo schwere oder tödliche Verletzungen drohen.

Stufe 4: Persistente Gefahrenanzeige (Ausblick)

Zusätzlich zum Modal bleibt während der gesamten Gefährdungsdauer eine visuelle Markierung aktiv, z. B. ein farblich hervorgehobener Bildschirmrand oder ein eingeblendetes Signalwort-Feld. Eine Option für besonders kritische GEFAHR-Meldungen, die wir aktuell weiterentwickeln.

Entscheidungshilfe: Welche Stufe wählen?

Unsere Empfehlung: Bei WARNUNG und GEFAHR setzen wir meistens auf Stufe 3. Die Aufmerksamkeit liegt vollständig auf dem Warnhinweis, Nutzer können in Ruhe lesen. Und das Modal lässt sich nachträglich einbinden, ohne das Video neu zu schneiden.

Praxisbeispiel: Batteriewechsel mit WARNUNG-Meldung

Stell dir vor, du erstellst eine Videoanleitung für den Batteriewechsel eines Industriegeräts. Vor dem Öffnen des Batteriefachs muss der Nutzer gewarnt werden:

⚠ WARNUNG

Stromschlaggefahr durch Restspannung

Kondensatoren können auch nach dem Ausschalten Restspannung führen.

  • Warten Sie nach dem Ausschalten mindestens 5 Minuten.

  • Tragen Sie isolierende Handschuhe.

  • Berühren Sie keine freiliegenden Kontakte.

So sieht eine ähnliche Warnung als Stufe 3 in der Praxis aus:

Was passiert technisch:

  1. Das Video erreicht den Timecode vor dem kritischen Schritt und pausiert automatisch.

  2. Ein Modal-Overlay erscheint mit dem vollständigen Warnhinweis.

  3. Der Nutzer liest die Warnung und klickt auf „Video fortsetzen".

  4. Das Video setzt an der pausierten Stelle fort.

Warum Interaktivität hier richtig ist:

  • Das Signalwort WARNUNG zeigt: Es drohen schwere Verletzungen.

  • Der Warnhinweis enthält drei konkrete Schutzmaßnahmen. Das sind zu viele Information für eine flüchtige Texteinblendung im Video.

  • Die Zwangspause stellt sicher, dass der Nutzer die Information wahrnimmt, bevor er handelt.

Mehrsprachigkeit: Was Warnhinweise im Video bedeuten

Sobald Warnhinweise als Text im Video erscheinen, müssen sie in alle Zielsprachen übersetzt werden. Ansonsten wäre der Warnhinweis nur für einen kleinen Nutzerkreis verständlich. Plane die Mehrsprachigkeit von Anfang an mit, wenn du weißt, dass ein Video in vielen Sprachen erscheinen soll.

Fazit: Die Balance finden

Warnhinweise in Videos bewegen sich zwischen zwei Extremen – und beide sind problematisch:

Keine Warnhinweise: Wer Warnhinweise komplett weglässt, erstellt eine unvollständige Anleitung. Der Nutzer wird nicht auf Gefahren hingewiesen, der Hersteller riskiert Haftungsfragen. Und: Die neue ISO 26516 fordert sicherheitsrelevante Informationen explizit ein.

Zu viele Warnhinweise: Wer an jeder Ecke Warnhinweise einblendet, erreicht das Gegenteil, die sogenannte Warning Pollution. Zu viele Warnungen führen dazu, dass Nutzer abstumpfen und auch die wichtigen Hinweise ignorieren.

Die Lösung: Weniger, aber gezielte Warnhinweise. Platziert genau dort, wo sie gebraucht werden. In der richtigen Darstellungsstufe für das jeweilige Gefährdungspotenzial. So bleibt die Aufmerksamkeit hoch und die Warnungen wirken.

Zusammenfassung: Deine Checkliste für den Start

✅ Sicherheitsrelevante Informationen in Videos sind nutzerorientiert und normativ gefordert (ISO 26516 verweist auf IEC/IEEE 82079-1)

✅ Unterscheide klar: Sicherheitshinweise (ohne Signalwort) vs. Warnhinweise (mit Signalwort)

✅ Kläre zuerst: Ist dein Video Teil einer Anleitung oder standalone?

✅ Wähle die Darstellungsstufe nach Signalwort (Stufe 0 bis 4)

✅ Vermeide Warning Pollution. Weniger, aber gezielte Warnhinweise sind wirksamer

✅ Plane Mehrsprachigkeit von Anfang an

Dein nächster Schritt

Bevor du dein nächstes Videoprojekt startest, stell dir diese Frage:

Welche deiner bestehenden Videoanleitungen enthalten sicherheitskritische Schritte? Und wie sind die Warnhinweise dort aktuell umgesetzt?

Eine kurze Bestandsaufnahme zeigt dir, wo Handlungsbedarf besteht.

Du planst Videoanleitungen mit sicherheitskritischen Inhalten?

Wir zeigen dir, wie du Warnhinweise normgerecht und nutzerfreundlich integrierst – eingebettet oder standalone.

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