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20. Februar 2026 • Lesezeit: 10 Min.

JSON für Technische Redakteure: Warum du keine Angst davor haben musst

„JSON? Damit können wir nicht arbeiten. Unser Redaktionssystem nutzt XML." Diesen Satz hören wir regelmäßig. Meistens in Erstgesprächen, wenn es um Datenaustausch zwischen Systemen geht. Und fast immer steckt dahinter kein technisches Problem, sondern ein Missverständnis.

JSON ist kein exotisches Nischenformat. Es ist der De-facto-Standard für den Datenaustausch im Web. Und es ist deutlich einfacher zu lesen, als viele denken. Wer JSON nicht versteht, wird in der Technischen Kommunikation zunehmend Schwierigkeiten haben, moderne Systeme und Schnittstellen zu bedienen. Nicht weil JSON kompliziert ist, sondern weil es überall ist.

shallow focus photo of man

Florian Kadelbach

yntro

Einleitung

JSON steht für „JavaScript Object Notation" und ist ein offenes, textbasiertes Datenformat. Es wurde nicht für ein bestimmtes Tool entwickelt. JSON ist ein universeller Standard, den praktisch jede moderne Webanwendung nutzt.

Wenn du eine Website aufrufst und Daten vom Server geladen werden, passiert das in den allermeisten Fällen über JSON. Wenn zwei Systeme miteinander kommunizieren, zum Beispiel ein Content-Management-System mit einer Videoplattform oder einem Übersetzungstool, tauschen sie ihre Daten häufig als JSON aus. Wenn du eine API ansprichst, bekommst du JSON zurück.

Das Format existiert seit über 20 Jahren und wird von jeder relevanten Programmiersprache unterstützt. Es ist kein Trend. Es ist eine Grundlage moderner Webentwicklung.

JSON vs. XML: Ein ehrlicher Vergleich

Technische Redakteure kennen XML sehr gut. DITA, DocBook, S1000D: Die Welt der strukturierten Dokumentation basiert auf XML, und das hat gute Gründe. XML ist mächtig, flexibel und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Aber genau deshalb lohnt sich der Vergleich. Denn JSON ist keine Konkurrenz zu XML. Es ist ein anderes Werkzeug für andere Aufgaben. Und in vielen Fällen ist es das schlankere, lesbarere Format.

Hier ein konkretes Beispiel. So sieht ein Eintrag in JSON aus, der ein Werkzeug mit Bild und Metadaten beschreibt:

Technische Redakteure kennen XML sehr gut. DITA, DocBook, S1000D: Die Welt der strukturierten Dokumentation basiert auf XML, und das hat gute Gründe. XML ist mächtig, flexibel und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Aber genau deshalb lohnt sich der Vergleich. Denn JSON ist keine Konkurrenz zu XML. Es ist ein anderes Werkzeug für andere Aufgaben. Und in vielen Fällen ist es das schlankere, lesbarere Format.

Hier ein konkretes Beispiel. So sieht ein Eintrag in JSON aus, der ein Werkzeug mit Bild und Metadaten beschreibt:

Technische Redakteure kennen XML sehr gut. DITA, DocBook, S1000D: Die Welt der strukturierten Dokumentation basiert auf XML, und das hat gute Gründe. XML ist mächtig, flexibel und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Aber genau deshalb lohnt sich der Vergleich. Denn JSON ist keine Konkurrenz zu XML. Es ist ein anderes Werkzeug für andere Aufgaben. Und in vielen Fällen ist es das schlankere, lesbarere Format.

Hier ein konkretes Beispiel. So sieht ein Eintrag in JSON aus, der ein Werkzeug mit Bild und Metadaten beschreibt:

Technische Redakteure kennen XML sehr gut. DITA, DocBook, S1000D: Die Welt der strukturierten Dokumentation basiert auf XML, und das hat gute Gründe. XML ist mächtig, flexibel und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Aber genau deshalb lohnt sich der Vergleich. Denn JSON ist keine Konkurrenz zu XML. Es ist ein anderes Werkzeug für andere Aufgaben. Und in vielen Fällen ist es das schlankere, lesbarere Format.

Hier ein konkretes Beispiel. So sieht ein Eintrag in JSON aus, der ein Werkzeug mit Bild und Metadaten beschreibt:

Technische Redakteure kennen XML sehr gut. DITA, DocBook, S1000D: Die Welt der strukturierten Dokumentation basiert auf XML, und das hat gute Gründe. XML ist mächtig, flexibel und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Aber genau deshalb lohnt sich der Vergleich. Denn JSON ist keine Konkurrenz zu XML. Es ist ein anderes Werkzeug für andere Aufgaben. Und in vielen Fällen ist es das schlankere, lesbarere Format.

Hier ein konkretes Beispiel. So sieht ein Eintrag in JSON aus, der ein Werkzeug mit Bild und Metadaten beschreibt:

JSON-Beispiel für Technische Dokumentation: Strukturierter Datensatz mit Name, Bildpfad und Metadaten in kompakter JSON-Syntax.

Auch ohne JSON-Erfahrung kannst du erkennen: Es gibt einen Namen, eine Kachel mit einem Typ, einer Hintergrundfarbe und einem Bild mit Quellpfad. Die Struktur ist hierarchisch, aber übersichtlich.

Auch ohne JSON-Erfahrung kannst du erkennen: Es gibt einen Namen, eine Kachel mit einem Typ, einer Hintergrundfarbe und einem Bild mit Quellpfad. Die Struktur ist hierarchisch, aber übersichtlich.

Auch ohne JSON-Erfahrung kannst du erkennen: Es gibt einen Namen, eine Kachel mit einem Typ, einer Hintergrundfarbe und einem Bild mit Quellpfad. Die Struktur ist hierarchisch, aber übersichtlich.

Auch ohne JSON-Erfahrung kannst du erkennen: Es gibt einen Namen, eine Kachel mit einem Typ, einer Hintergrundfarbe und einem Bild mit Quellpfad. Die Struktur ist hierarchisch, aber übersichtlich.

Auch ohne JSON-Erfahrung kannst du erkennen: Es gibt einen Namen, eine Kachel mit einem Typ, einer Hintergrundfarbe und einem Bild mit Quellpfad. Die Struktur ist hierarchisch, aber übersichtlich.

Dasselbe in XML würde so aussehen:

Dasselbe in XML würde so aussehen:

Dasselbe in XML würde so aussehen:

Dasselbe in XML würde so aussehen:

Dasselbe in XML würde so aussehen:

XML-Beispiel zum Vergleich: Derselbe Datensatz in XML-Syntax mit öffnenden und schließenden Tags.

Beide Varianten enthalten dieselbe Information. Aber JSON kommt mit weniger Syntax aus. Keine schließenden Tags, keine spitzen Klammern um jeden Wert. Die Struktur ergibt sich aus geschweiften Klammern {} für Objekte und Anführungszeichen für Schlüssel-Wert-Paare. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, kannst du JSON-Dateien lesen und bearbeiten

Beide Varianten enthalten dieselbe Information. Aber JSON kommt mit weniger Syntax aus. Keine schließenden Tags, keine spitzen Klammern um jeden Wert. Die Struktur ergibt sich aus geschweiften Klammern {} für Objekte und Anführungszeichen für Schlüssel-Wert-Paare. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, kannst du JSON-Dateien lesen und bearbeiten

Beide Varianten enthalten dieselbe Information. Aber JSON kommt mit weniger Syntax aus. Keine schließenden Tags, keine spitzen Klammern um jeden Wert. Die Struktur ergibt sich aus geschweiften Klammern {} für Objekte und Anführungszeichen für Schlüssel-Wert-Paare. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, kannst du JSON-Dateien lesen und bearbeiten

Beide Varianten enthalten dieselbe Information. Aber JSON kommt mit weniger Syntax aus. Keine schließenden Tags, keine spitzen Klammern um jeden Wert. Die Struktur ergibt sich aus geschweiften Klammern {} für Objekte und Anführungszeichen für Schlüssel-Wert-Paare. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, kannst du JSON-Dateien lesen und bearbeiten

Beide Varianten enthalten dieselbe Information. Aber JSON kommt mit weniger Syntax aus. Keine schließenden Tags, keine spitzen Klammern um jeden Wert. Die Struktur ergibt sich aus geschweiften Klammern {} für Objekte und Anführungszeichen für Schlüssel-Wert-Paare. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, kannst du JSON-Dateien lesen und bearbeiten

5 Missverständnisse über JSON in der Technischen Redaktion

In unserer täglichen Arbeit begegnen uns immer wieder dieselben Bedenken. Zeit, sie einzuordnen.

„JSON kann man nicht bearbeiten."

Das ist uns tatsächlich passiert: Jemand hat eine JSON-Datei mit dem Browser geöffnet, konnte sie dort natürlich nicht editieren und hat daraus geschlossen, dass JSON nicht bearbeitbar sei. Das ist ein Fehlschluss. JSON ist ein reines Textformat. Du öffnest es mit einem Texteditor wie Notepad, TextEdit oder Visual Studio Code und kannst es direkt bearbeiten. Genauso wie eine XML-Datei.

„Unser Redaktionssystem arbeitet mit XML, also funktioniert JSON nicht."

Das eine schließt das andere nicht aus. Dein Redaktionssystem exportiert XML, ein anderes System importiert JSON. Dazwischen liegt eine Konvertierung, die technisch trivial ist. In der Praxis sieht das so aus: Der Technische Redakteur exportiert Texte und Übersetzungen als XML aus seinem Redaktionssystem. Das Zielsystem wandelt die Daten automatisch in JSON um. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso. Die Formate sind kompatibel, nicht konkurrierend.

„Übersetzungsbüros können damit nicht arbeiten."

Doch, können sie. JSON ist ein dokumentiertes, standardisiertes Format. Professionelle Übersetzungstools unterstützen JSON-Dateien. Die übersetzbaren Texte werden automatisch erkannt und können wie gewohnt im Translation-Memory-Workflow verarbeitet werden.

„Das ist nur was für Entwickler."

Das war 2015 vielleicht noch so. Heute nicht mehr. JSON ist so weit verbreitet, dass Grundkenntnisse in vielen Berufsfeldern hilfreich sind. Du musst nicht programmieren können, um JSON zu lesen oder zu bearbeiten. Du musst nur die Grundstruktur verstehen: Objekte in geschweiften Klammern, Werte in Anführungszeichen, Verschachtelung durch Einrückung. Das ist in einer Stunde gelernt.

„JSON hat keine Validierung wie XML-Schemas."

Das stimmt so nicht mehr. JSON Schema existiert seit Jahren und ermöglicht eine strukturierte Validierung vergleichbar mit XML-Schemas. Viele Editoren wie Visual Studio Code unterstützen JSON Schema nativ und zeigen Fehler direkt beim Tippen an. Die Zeiten, in denen JSON ein „formatfreier Freitext" war, sind vorbei.

„JSON kann man nicht bearbeiten."

Das ist uns tatsächlich passiert: Jemand hat eine JSON-Datei mit dem Browser geöffnet, konnte sie dort natürlich nicht editieren und hat daraus geschlossen, dass JSON nicht bearbeitbar sei. Das ist ein Fehlschluss. JSON ist ein reines Textformat. Du öffnest es mit einem Texteditor wie Notepad, TextEdit oder Visual Studio Code und kannst es direkt bearbeiten. Genauso wie eine XML-Datei.

„Unser Redaktionssystem arbeitet mit XML, also funktioniert JSON nicht."

Das eine schließt das andere nicht aus. Dein Redaktionssystem exportiert XML, ein anderes System importiert JSON. Dazwischen liegt eine Konvertierung, die technisch trivial ist. In der Praxis sieht das so aus: Der Technische Redakteur exportiert Texte und Übersetzungen als XML aus seinem Redaktionssystem. Das Zielsystem wandelt die Daten automatisch in JSON um. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso. Die Formate sind kompatibel, nicht konkurrierend.

„Übersetzungsbüros können damit nicht arbeiten."

Doch, können sie. JSON ist ein dokumentiertes, standardisiertes Format. Professionelle Übersetzungstools unterstützen JSON-Dateien. Die übersetzbaren Texte werden automatisch erkannt und können wie gewohnt im Translation-Memory-Workflow verarbeitet werden.

„Das ist nur was für Entwickler."

Das war 2015 vielleicht noch so. Heute nicht mehr. JSON ist so weit verbreitet, dass Grundkenntnisse in vielen Berufsfeldern hilfreich sind. Du musst nicht programmieren können, um JSON zu lesen oder zu bearbeiten. Du musst nur die Grundstruktur verstehen: Objekte in geschweiften Klammern, Werte in Anführungszeichen, Verschachtelung durch Einrückung. Das ist in einer Stunde gelernt.

„JSON hat keine Validierung wie XML-Schemas."

Das stimmt so nicht mehr. JSON Schema existiert seit Jahren und ermöglicht eine strukturierte Validierung vergleichbar mit XML-Schemas. Viele Editoren wie Visual Studio Code unterstützen JSON Schema nativ und zeigen Fehler direkt beim Tippen an. Die Zeiten, in denen JSON ein „formatfreier Freitext" war, sind vorbei.

„JSON kann man nicht bearbeiten."

Das ist uns tatsächlich passiert: Jemand hat eine JSON-Datei mit dem Browser geöffnet, konnte sie dort natürlich nicht editieren und hat daraus geschlossen, dass JSON nicht bearbeitbar sei. Das ist ein Fehlschluss. JSON ist ein reines Textformat. Du öffnest es mit einem Texteditor wie Notepad, TextEdit oder Visual Studio Code und kannst es direkt bearbeiten. Genauso wie eine XML-Datei.

„Unser Redaktionssystem arbeitet mit XML, also funktioniert JSON nicht."

Das eine schließt das andere nicht aus. Dein Redaktionssystem exportiert XML, ein anderes System importiert JSON. Dazwischen liegt eine Konvertierung, die technisch trivial ist. In der Praxis sieht das so aus: Der Technische Redakteur exportiert Texte und Übersetzungen als XML aus seinem Redaktionssystem. Das Zielsystem wandelt die Daten automatisch in JSON um. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso. Die Formate sind kompatibel, nicht konkurrierend.

„Übersetzungsbüros können damit nicht arbeiten."

Doch, können sie. JSON ist ein dokumentiertes, standardisiertes Format. Professionelle Übersetzungstools unterstützen JSON-Dateien. Die übersetzbaren Texte werden automatisch erkannt und können wie gewohnt im Translation-Memory-Workflow verarbeitet werden.

„Das ist nur was für Entwickler."

Das war 2015 vielleicht noch so. Heute nicht mehr. JSON ist so weit verbreitet, dass Grundkenntnisse in vielen Berufsfeldern hilfreich sind. Du musst nicht programmieren können, um JSON zu lesen oder zu bearbeiten. Du musst nur die Grundstruktur verstehen: Objekte in geschweiften Klammern, Werte in Anführungszeichen, Verschachtelung durch Einrückung. Das ist in einer Stunde gelernt.

„JSON hat keine Validierung wie XML-Schemas."

Das stimmt so nicht mehr. JSON Schema existiert seit Jahren und ermöglicht eine strukturierte Validierung vergleichbar mit XML-Schemas. Viele Editoren wie Visual Studio Code unterstützen JSON Schema nativ und zeigen Fehler direkt beim Tippen an. Die Zeiten, in denen JSON ein „formatfreier Freitext" war, sind vorbei.

„JSON kann man nicht bearbeiten."

Das ist uns tatsächlich passiert: Jemand hat eine JSON-Datei mit dem Browser geöffnet, konnte sie dort natürlich nicht editieren und hat daraus geschlossen, dass JSON nicht bearbeitbar sei. Das ist ein Fehlschluss. JSON ist ein reines Textformat. Du öffnest es mit einem Texteditor wie Notepad, TextEdit oder Visual Studio Code und kannst es direkt bearbeiten. Genauso wie eine XML-Datei.

„Unser Redaktionssystem arbeitet mit XML, also funktioniert JSON nicht."

Das eine schließt das andere nicht aus. Dein Redaktionssystem exportiert XML, ein anderes System importiert JSON. Dazwischen liegt eine Konvertierung, die technisch trivial ist. In der Praxis sieht das so aus: Der Technische Redakteur exportiert Texte und Übersetzungen als XML aus seinem Redaktionssystem. Das Zielsystem wandelt die Daten automatisch in JSON um. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso. Die Formate sind kompatibel, nicht konkurrierend.

„Übersetzungsbüros können damit nicht arbeiten."

Doch, können sie. JSON ist ein dokumentiertes, standardisiertes Format. Professionelle Übersetzungstools unterstützen JSON-Dateien. Die übersetzbaren Texte werden automatisch erkannt und können wie gewohnt im Translation-Memory-Workflow verarbeitet werden.

„Das ist nur was für Entwickler."

Das war 2015 vielleicht noch so. Heute nicht mehr. JSON ist so weit verbreitet, dass Grundkenntnisse in vielen Berufsfeldern hilfreich sind. Du musst nicht programmieren können, um JSON zu lesen oder zu bearbeiten. Du musst nur die Grundstruktur verstehen: Objekte in geschweiften Klammern, Werte in Anführungszeichen, Verschachtelung durch Einrückung. Das ist in einer Stunde gelernt.

„JSON hat keine Validierung wie XML-Schemas."

Das stimmt so nicht mehr. JSON Schema existiert seit Jahren und ermöglicht eine strukturierte Validierung vergleichbar mit XML-Schemas. Viele Editoren wie Visual Studio Code unterstützen JSON Schema nativ und zeigen Fehler direkt beim Tippen an. Die Zeiten, in denen JSON ein „formatfreier Freitext" war, sind vorbei.

„JSON kann man nicht bearbeiten."

Das ist uns tatsächlich passiert: Jemand hat eine JSON-Datei mit dem Browser geöffnet, konnte sie dort natürlich nicht editieren und hat daraus geschlossen, dass JSON nicht bearbeitbar sei. Das ist ein Fehlschluss. JSON ist ein reines Textformat. Du öffnest es mit einem Texteditor wie Notepad, TextEdit oder Visual Studio Code und kannst es direkt bearbeiten. Genauso wie eine XML-Datei.

„Unser Redaktionssystem arbeitet mit XML, also funktioniert JSON nicht."

Das eine schließt das andere nicht aus. Dein Redaktionssystem exportiert XML, ein anderes System importiert JSON. Dazwischen liegt eine Konvertierung, die technisch trivial ist. In der Praxis sieht das so aus: Der Technische Redakteur exportiert Texte und Übersetzungen als XML aus seinem Redaktionssystem. Das Zielsystem wandelt die Daten automatisch in JSON um. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso. Die Formate sind kompatibel, nicht konkurrierend.

„Übersetzungsbüros können damit nicht arbeiten."

Doch, können sie. JSON ist ein dokumentiertes, standardisiertes Format. Professionelle Übersetzungstools unterstützen JSON-Dateien. Die übersetzbaren Texte werden automatisch erkannt und können wie gewohnt im Translation-Memory-Workflow verarbeitet werden.

„Das ist nur was für Entwickler."

Das war 2015 vielleicht noch so. Heute nicht mehr. JSON ist so weit verbreitet, dass Grundkenntnisse in vielen Berufsfeldern hilfreich sind. Du musst nicht programmieren können, um JSON zu lesen oder zu bearbeiten. Du musst nur die Grundstruktur verstehen: Objekte in geschweiften Klammern, Werte in Anführungszeichen, Verschachtelung durch Einrückung. Das ist in einer Stunde gelernt.

„JSON hat keine Validierung wie XML-Schemas."

Das stimmt so nicht mehr. JSON Schema existiert seit Jahren und ermöglicht eine strukturierte Validierung vergleichbar mit XML-Schemas. Viele Editoren wie Visual Studio Code unterstützen JSON Schema nativ und zeigen Fehler direkt beim Tippen an. Die Zeiten, in denen JSON ein „formatfreier Freitext" war, sind vorbei.

Warum JSON gerade jetzt relevanter wird

JSON ist seit über 20 Jahren der Standard für den Datenaustausch im Web. Das war bisher für die Technische Kommunikation wenig relevant. Drei Entwicklungen ändern das gerade.

KI arbeitet hervorragend mit JSON. Große Sprachmodelle können JSON-Strukturen lesen, verstehen, interpretieren und generieren. Wenn Sprechertexte, Metadaten oder Produktinformationen als JSON vorliegen, kann eine KI sie automatisch übersetzen, transformieren und in andere Formate überführen. Bei einem Projekt mit 36 Sprachen bedeutet das: Aus einer JSON-Quelldatei entstehen automatisiert 36 Sprachversionen. Kein Copy-Paste, keine manuelle Formatierung. Das eröffnet Automatisierungsmöglichkeiten, die mit proprietären Formaten nicht möglich wären.

Die Systemlandschaft wird offener. Immer mehr Tools setzen auf JSON für den Datenaustausch. Web-Apps, Videoplattformen, Konfiguratoren, Chatbots, API-gesteuerte Content-Delivery-Systeme: JSON ist die gemeinsame Sprache, über die diese Systeme kommunizieren. Wer JSON versteht, versteht die Schnittstellen. Und wer die Schnittstellen versteht, kann Anforderungen an die IT formulieren, statt auf Zuruf zu warten.

Modularität wird wichtiger. In der Technischen Kommunikation geht der Trend zu modularen, wiederverwendbaren Inhalten. JSON eignet sich hervorragend für modulare Datenstrukturen, weil es hierarchisch, aber flexibel ist. Du kannst einzelne Bausteine unabhängig voneinander pflegen und zu verschiedenen Ausgabeformaten zusammensetzen. Ein JSON-Objekt kann ein Sicherheitshinweis sein, ein Kapitel, ein Produktdatensatz oder ein kompletter Textbaustein. Die Struktur bestimmst du.

JSON lernen: 3 Schritte für den sofortigen Einstieg

Du willst dich mit JSON vertraut machen? Hier sind drei konkrete Schritte, die du heute noch umsetzen kannst.

1. Öffne eine JSON-Datei im Texteditor. Nimm eine beliebige JSON-Datei, zum Beispiel eine Konfigurationsdatei oder eine Exportdatei aus einem Web-Tool, und öffne sie in Visual Studio Code. VS Code ist kostenlos und zeigt JSON mit Syntax-Highlighting und Einrückung an. Du wirst sehen: Die Struktur erschließt sich fast von selbst.

2. Lerne die fünf Grundelemente. JSON kennt nur fünf Datentypen: Objekte {}, Arrays [], Strings "", Zahlen und Booleans (true/false). Das ist die gesamte Syntax. Kein Schema, keine Namespaces, keine DTDs. Diese fünf Elemente in 60 Minuten zu verstehen, ist realistisch.

3. Validiere dein erstes JSON. Ändere etwas in einer JSON-Datei und prüfe, ob die Datei noch gültig ist. Tools wie jsonlint.com oder die eingebaute Validierung in VS Code zeigen dir sofort, ob ein Komma fehlt oder eine Klammer nicht geschlossen ist. Das gibt Sicherheit beim Editieren und nimmt die Angst vor Fehlern.

Noch ein Tipp: Lass dir von einer KI einen Abschnitt einer XML-Datei in JSON umwandeln. Du wirst überrascht sein, wie vertraut die Struktur aussieht, wenn du sie neben das XML legst.

Fazit

JSON ist keine Hürde. Es ist eine Chance.

Die Angst vor JSON kommt fast immer daher, dass das Format in der technischen Redaktion bisher wenig Berührungspunkte hatte. Nicht daher, dass es kompliziert wäre. Wer sich eine Stunde Zeit nimmt, versteht die Grundstruktur. Wer einen Tag investiert, kann JSON-Dateien sicher lesen, bearbeiten und beurteilen.

Die Vorteile sind konkret: bessere Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams, mehr Möglichkeiten bei der Automatisierung mit KI, ein tieferes Verständnis für moderne Systemarchitekturen und Schnittstellen. Ganz gleich, ob du mit Redaktionssystemen, Übersetzungsworkflows oder interaktiven Medienformaten arbeitest.

Nimm dir eine Stunde. Öffne eine JSON-Datei. Du wirst mehr verstehen, als du erwartet hast.

Wenn du jetzt weißt, was JSON kann, interessiert dich vielleicht auch diese Themen:

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